Es können verschiedene Methoden zur Kontrolle eines Fluidverlusts an Wellen, Stangen und Ventilspindeln verwendet werden, für die alle eine gewisse Bewegungsfreiheit erforderlich ist, um so einen effektiven Betrieb zu ermöglichen. Die älteste und noch immer am häufigsten verwendete Methode solcher dynamischen Dichtungslösungen sind Dichtpackungen (oftmals aufgrund der Dichtungsart und -weise als Druckdichtung bezeichnet). Die gewöhnlich aus relativ weichen und biegsamen Materialien hergestellten Dichtpackungen bestehen aus einer Reihe von Ringen, die in einen Ringraum (Stopfbüchse) zwischen der rotierenden oder oszillierenden Welle und dem Körper des Mischers, der Pumpe oder des Ventils eingesetzt werden. Indem ein Stößel oder eine Dichtschraube gegen den Außenring festgezogen wird, wird Druck auf den Packungssatz übertragen, die Ringe radial gegen die Seite der Stopfbüchse erweitert und so eine Dichtung erhalten.
Dichtpackungen kommen hauptsächlich in den Versorgungs- und Prozessindustrien zum Einsatz, wie beispielsweise in der petrochemischen und chemischen Industrie, der Zellstoff- und Papierindustrie sowie in Stahlwerken und in den Bereichen Wasser, Abwasser, Lebensmittel und Energieerzeugung. Sie werden zur Dichtung sämtlicher Fluidarten innerhalb eines weiten Temperatur- und Druckbereichs verwendet. Anwendungsbereiche der Dichtpackungen umfassen Rotations-, Zentrifugal- und Kolbenpumpen, Mischer, Rührwerke, Trockner, Ventile und viele weitere mechanische Ausrüstungsarten. Sie stellen insbesondere für Ventile die bevorzugte Dichtungstechnologie dar.
Bei der Verwendung in fortwährend rotierenden oder oszillierenden Vorrichtungen hängt ein effizienter Betrieb normalerweise vom zwischen der Oberfläche der Welle und der Dichtpackung vorhandenen Flüssigkeitsfilm ab. Dieser Film dient als Schmierung und kann sich auf Folgendes zurückführen lassen:
Dichtpackungen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt und sind in unterschiedlichen Formen, Größen und Ausführungen speziell für die jeweiligen Gebrauchsanforderungen erhältlich. Trotz der Einführung modernerer Dichtungstechnologien werden Dichtpackungen auch weiterhin umfangreich verwendet, da sie extrem kosteneffektiv sind und sich relativ einfach installieren und warten lassen. Bei einer angemessenen Sorgfalt können sehr gute Betriebsergebnisse erwartet werden.
Von den ESA-Mitgliedern der Abteilung für Dichtpackungen wird erwartungsgemäß ein extrem großes Sortiment an Packungsmaterialien bereitgestellt, die sich weltweit für tausende von Anwendungen eignen.

Trotz dieser Vielzahl von Anwendungen hat sich die Abteilung in großem Maße mit dem Problem von an Ventilen auftretenden Leckagen befasst, da hierfür hauptsächlich Dichtpackungstechnologie zum Einsatz kommt. Berichten zufolge lassen sich ca. 50% der diffusen Emissionen in petrochemischen bzw. chemischen Anlagen auf undichte Ventile zurückführen.
Die ESA-Abteilung für Dichtpackungen hat aus diesem Grunde ein Testprogramm für Ventilemissionen in Auftrag gegeben, das an zwei unabhängige Prüfinstitute ging. Anfängliche Ergebnisse dieses Programms wurden auf der in Antwerpen stattgefundenen Konferenz bekannt gegeben. Die ESA arbeitet nun zusammen mit der Ventilindustrie und Endbenutzern an der nächsten Phase dieses Programms. Hierbei handelt es sich um ein von der Europäischen Kommission im Rahmen des SMT-Programms Normen, Messung und Prüfung unterstütztes Projekt. Wesentliches Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung und Standardisierung von Ventilemissionsprüfmethoden sowohl für Hersteller als auch Benutzer . Anfängliche Ergebnisse dieser Programmphase wurden auf der in Düsseldorf stattgefundenen Konferenz bekannt gegeben.
Die Dichtungstechnologie ist Bestandteil nahezu aller von der EU IPPC-Richtlinie gedeckten Bereiche. In den meisten bis heute veröffentlichten BREF-Merkblättern werden jedoch trotz allem nur begrenzt Informationen und Leitlinien zu Dichtungsoptionen bereitgestellt. Aus diesem Grunde hat die ESA einen BVT-Leitfaden zur Dichtungstechnologie, erstellt, der sich mit besten verfügbaren Techniken für Dichtungslösungen befasst, die die Anforderungen der IPPC-Richtlinie erfüllen müssen.

Stellt der Dichtungsindustrie konkrete Erfahrungen und Informationen u zu besten verfügbaren Dichtungstechniken bereit.
ESA-Mitglied werden können Unternehmen, die Fluiddichtungen herstellen und vertreiben oder diese Hersteller beliefern. Durch die Mitgliedschaft ergeben sich viele Vorteile.
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