
Normen
Die ESA arbeitet mit der europäischen Kommission und CEN zusammen mit
der Zielsetzung, zukünftige Regelungen, die die Industrie betreffen, zu beeinflussen,
indem die ESA eine Unterstützung beim Entwurf von praxistauglichen und effektiven
Gesetzen und Normen bietet. Die ESA ist anerkannt als eine "europäische
Organisation in Verbindung" mit:
CEN/TC 74
(Flansche und deren Verbindung)
CEN/TC 197
(Pumpen)
Die ESA ist repräsentiert in ISO / TC 153 / WG 10,
die auf dem Gebiet der Entwicklung von internationalen Normen für Ventile arbeitet.
Ebenso ist die ESA ein Mitglied der API 610
und API 682 Sonderarbeitsgruppen,
welche den europäischen Standpunkt bei der Aktualisierung wichtiger weltweit gültiger
Normen einbringen, mit der allgemeinen Zielsetzung einer mittelfristigen globalen
Harmonisierung.
Flüchtige Emissionen
Ein Teil der von der Industrie verursachten Emissionen entsteht durch unvorhergesehene
Leckagen in Prozeßsystemen. Diese Leckagen bleiben häufig unerkannt und können eine
große finanzielle Belastung für den Anlagenbetreiber darstellen.

Solche Leckagen an Geräten gehören zu der Kategorie der flüchtigen Emissionen, und
in diesem Bereich spielt die Dichtungsindustrie eine wichtige Rolle durch die Entwicklung
und Anwendung innovativer Dichtungstechnologien entsprechend den Anforderungen
hinsichtlich niedriger oder gar keiner Emissionen. Die ESA hat sich sehr auf dieses Thema
konzentriert, in dem sie eine Arbeitsgruppe "Flüchtige
Emissionen" eingerichtet hat, die sich letztendlich zum Ziel gesetzt hat, die
Anwender in ihren Bemühungen Leckagen zu verringern, zu unterstützen. Aus diesem Grund
organisiert die ESA eine Vielzahl von Konferenzen, bietet
eine Reihe von technischen Publikationen,
liefert Fachartikel usw.
Programme
zur Prüfung der Emissionen von Ventilen
Die meisten flüchtigen Emissionen in petrochemischen oder chemischen Betrieben stammen -
wie dokumentiert - von undichtenVentilen. In Anbetracht dieser Tatsache hat die ESA für
den Anfang ein Ventilprüfungsprogramm ins Leben gerufen und arbeitet nunmehr mit der
Ventilindustrie und Betreibern zum Erreichen der zweiten Stufe dieses Arbeitsprogramms
zusammen.
Dieses wird von der europäischen Kommission im Rahmen des "Standards, Measurements and Testing (SMT)" Protokolls als Projekt SMT4-CT97-2158 unterstützt.
Die Schwerpunkte dieses Programmes sind:
Die Verbesserung und Verfeinerung praxistauglicher Prüftechniken,
welche eine akzeptable Streuung aufweisen (und welche nicht zeitaufwendig und damit
unökonomisch sind)
Die Erarbeitung einer Grundlage, durch die ein Bezug von Leckagen, die
mit einem ungefährlichen Prüfgas bestimmt wurden, zu Undichtigkeiten flüchtiger
organischer Substanzen (Methan insbesondere) unter repräsentativen Bedingungen
hergestellt wird.

ESA-Denis Gilley Auszeichnung
Diese Auszeichnung wird an außergewöhnliche Studenten vergeben, die ein Projekt
bearbeiten möchten, welches sich mit einem Thema aus dem Bereich der Dichtungstechnik
befaßt. Dieses Konzept wurde nicht nur zur Untersuchung der Aspekte der Dichtungstechnik
erarbeitet, sondern es stellt in erster Linie für die ausgewählten Kandidaten eine
Möglichkeit dar, ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Auszeichnung dient dazu,
es einem Studenten zu ermöglichen, ein (oder mehrere) Projekte, die für die
Dichtungsindustrie wichtig sind, an einer Hauptuniversität oder in einem bedeutsamen
Technikzentrum in Europa durchzuführen.
