Lebenszykluskosten

Energieeffizienz stellt eines der wesentlichen Elemente der IPPC-Richtlinie dar und ist ein wichtiger Aspekt, wenn es darum geht, in Bezug auf Beste verfügbare Techniken(BVT) die verschiedenen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu erwägen.

Der Energiebedarf bestimmter Prozesssysteme kann einen wesentlichen Bestandteil der zum Betrieb einer Anlage erforderlichen Gesamtkosten darstellen. So lässt sich beispielsweise bei manchen Betriebsanlagen über 25% des Gesamtenergieverbrauchs auf bestimmte Pumpsysteme zurückführen. Dennoch stellen die anfänglichen Kauf- und Installationskosten bei der Geräte- oder Systemauswahl weitgehend die Hauptkriterien dar, trotz der Tatsache, dass der anfängliche Kaufpreis eines Ausrüstungsgegenstands im Vergleich zu den insgesamt während der Lebensdauer anfallenden Betriebskosten unerheblich sein kann. Eine auf den Kauf- und Installationskosten basierende Entscheidung kann zwar einfach erscheinen, was sich auf lange Sicht jedoch sehr nachteilig auswirken kann!

Hier kann eine Lebenszykluskosten (LZK)-Analyse ein wertvolles Management-Tool zur Maximierung der getätigten Investitionen und Anlageneffizienz darstellen.

Bei den Lebenszykluskosten eines Ausrüstungsgegenstands handelt es sich um die insgesamt für Kauf, Installation, Betrieb, Wartung und Entsorgung der jeweiligen Ausrüstung anfallenden „Lebensdauer“-Kosten. Die LZK-Analyse stellt ein nützliches Vergleichswerkzeug dar, wenn es um die Erwägung mehrerer Technologie- oder Betriebsalternativen geht, und kann die kosteneffektivste Lösung ermitteln, um so auf lange Sicht möglichst geringe Betriebskosten sicherzustellen.

Zu den wesentlichen Bestandteilen einer LZK-Analyse gehören gewöhnlich die anfänglichen Kaufkosten, Installations- und Inbetriebnahmekosten, Betriebskosten (einschließlich Energiekosten), umweltbezogene Kosten, Wartungskosten sowie Kosten zur Außerbetriebnahme und Entsorgung. Es werden Netto-Kapitalwert (NPV)-Konzepte eingesetzt, die Abzinsungsfaktoren, Cashflow und Zeit berücksichtigen. Berücksichtigt werden müssen alle Kosten, die während des Lebenszyklus der jeweiligen Anlage oder des Projekts anfallen, sowie auch statistisch festgelegte Anlagen-Ausfallraten.

Weitere Informationen zur Lebenszykluskosten-Analyse finden Sie beispielsweise unter www.barringer1.com/lcc.htm

Kalkulator zur Ermittlung der Dichtungslebenszykluskosten

Es stehen mehrere LZK-Analysetools zur Verfügung, die in der Anwendung jedoch sehr komplex sein können. Aus diesem Grunde haben die Abteilungen für Gleitringdichtungen der ESA und FSA ein einfaches, generisches LZK-Softwaretool speziell für in rotierenden Anlagen verwendete Dichtungstechnologie entwickelt (Kalkulator zur Ermittlung der Dichtungslebenszykluskosten). Mit diesem Tool können Sie die Lebenszykluskosten für Dichtungslösungen auf Vergleichsbasis schätzen und so einfacher Entscheidungen treffen, wenn es um die Festlegung von Investitionsprojekten oder die Aufrüstung existierender Technologie für rotierende Anlagen geht.

Sie können unter Verwendung einer Vielzahl von Anordnungen, darunter einzelne Dichtungen, doppelte Dichtungen, einzelne Dichtungen mit trockenlaufender sekundärer Eindämmung, berührungslose Gasdichtungen, Druckdichtungen und dichtungslose Pumpen, bis zu 3 Szenarien vergleichen. Die meisten Felder enthalten schon Vorgabewerte. Sie können diese jedoch jederzeit ohne nachteilige Auswirkungen auf die Kalkulationen überschreiben.

Die Lebenszykluskosten werden zweifellos von der Zuverlässigkeit der ausgewählten Dichtungslösung beeinflusst. Bei der Verwendung des Kalkulators ist es wichtig, die einzelnen MTBR-Werte (mittlere Dauer zwischen Maschinenausfällen) für das jeweilige Szenariozu beachten. Setzen Sie sich hierzu im Zweifelsfall mit Ihrem Gleitringdichtungs-, Packungs- oder Pumpenlieferanten in Verbindung

Energie kann einen großen Bestandteil der LZK darstellen. Im Falle von Gleitringdichtungen und Packungen entspricht die berechnete Energie nur dem Energieverbrauch der Dichtung oder Packung und nicht der Ausrüstung, in der sie installiert wurde. Bei dichtungslosen Pumpen stellt die berechnete Energie den NETTOWERT der von einem gleichwertigen Ausrüstungsgegenstand mit herkömmlicher Dichtung verbrauchten Energie dar. Beim für dichtungslose Pumpen erhaltenen LZK-Ergebnis handelt es sich deshalb nicht um die Gesamtkosten, sondern um einen Vergleichswert in Bezug auf die Dichtungs- und Packungslebenszykluskosten.

Das für den Kalkulator zur Ermittlung der Dichtungslebenszykluskosten verwendete Spreadsheet ist auf der FSA-Website unter folgender Adresse erhältlich:

http://www.fluidsealing.com/lifecycle.html

Sie können das Spreadsheet auf Ihrem Computer speichern, um es anschließend für zusätzliche Analysen „lokal“ zu verwenden. Schauen Sie jedoch immer wieder auf der Website nach, um Weiterentwicklungen und Verbesserungen des Kalkulators zur Ermittlung der Lebenszykluskosten nutzen zu können.

Section image

ESA-Newsletter

Stellt der Dichtungsindustrie konkrete Erfahrungen und Informationen u zu besten verfügbaren Dichtungstechniken bereit.

Newsletter-Registrierung

Mitgliedschaft

ESA-Mitglied werden können Unternehmen, die Fluiddichtungen herstellen und vertreiben oder diese Hersteller beliefern. Durch die Mitgliedschaft ergeben sich viele Vorteile.

Anforderungen für eine Mitgliedschaft

Kontakt

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung – ein Mitglied unseres Teams wird Ihnen gerne behilflich sein.

Klicken Sie hier, um sich mit uns in Verbindung zu setzen

Kontaktangaben

EUROPEAN SEALING ASSOCIATION
Tegfryn, Tregarth, Gwynedd LL57 4PL
United Kingdom

Tel +44 1248 600 250
Fax +44 1248 600 250
Email bse@europeansealing.com